Kriegsgräberfriedhof in Gmund

Der Soldatenfriedhof in Gmund mit Blick über Wiesen zu Tegernsee und Gebirge

Der Soldatenfriedhof in Gmund.
Foto: Archiv Beni Eisenburg

Alle Jahre zum Volkstrauertag lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bezirksverband Oberbayern zu einer Feierstunde am Kriegerfriedhof in Gmund ein. Dieser Friedhof am Rande eines kleinen Gehölzes, am Kaltenbrunner Feld, hinter der Parksiedlung, war der erste Soldatenfriedhof in Bayern, der nach dem zweiten Weltkrieg am 8. Oktober 1950 hier eingeweiht wurde.

Unter zwei mächtigen Buchen liegen die Gräber von 369 Kriegsopfern, darunter drei Frauen, die zum Teil in Lazaretten verstorben und aus 13 Gemeinden hier bestattet wurden. Als Weihbischof Scharnagel und Oberkirchenrat Bessl am 8. Oktober 1950 die 980 qm große Anlage einweihte, hatte man noch einen freien Blick zum See. Später wurde die Parkwohnanlage hier gebaut.

Der Friedhof wird von einer Steinmauer eingefriedet. Ein barockes Schmideisenkreuz schließt die Mauer ab. Die Gräberreihen sind mit Erika bepflanzt, Steinkreuze aus Nagelfluh teilen die keramischen Namensteine ab. In der Rundkapelle mit einem Gittertor sind zu beiden Seiten einer Pieta die Namen der Gefallenen in die Wand geschnitten. Im bunten Glasfenster der Spruch:

„Eh ihr zum Feld der Trauer geht
Verharrt in liebenden Gebet
Für all die Toten, die im Osten ruhn.

Beni Eisenburg

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