Eine Gondelbahn auf die Neureuth 

Plakat mit Motiv einer Gondelbahn auf die Neureuth
Für die nicht zustande gekommene Neureuthbahn, 1948 entworfen von Rudolf Schweinitzer für den Kulturreferenten des Ortes Tegernsee, Herrn Walter Schmidkunz. 
Näheres zu W. Schmidkunz nachzulesen im Buch „A Bleame auf’m Huat“

Sie haben schon richtig gelesen, die Neureuth war schon lange vor dem Wallberg ein „Bahnprojekt“.

Im Jahre 2011 tauchte im Kunsthandel ein Aquarell von Rudolf Schweinitzer aus dem Jahr 1948 auf mit dem Titel „Gondelbahn auf die Neureuth“ und ebenfalls 2011 brachte der Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn Heino Seeger eine Straßenbahn-Ringbahn um den Tegernsee ins Gespräch, beide Ideen sind nichts Neues.

Schon im Jahre 1899 ersuchte Joseph Obermayr, Wirt vom Gasthof „Herzog Maximilian“ in Gmund um eine Konzession für eine elektrische Bahn von Gmund über Tegernsee mit einer Zahnradbahn hinauf zum Neureuth-Haus.

Am 16. April 1901 wurde an die Firma A. Zettler die Konzession für eine elektrische Bahn von Gmund über Schliersee nach Bayrischzell erteilt. Der in Kreuth lebende Frhr. von Dreyfuß war Konzessionär der Tiroler Zahnrad-Dampfbahn Jenbach-Pertisau. Seine Gesellschaft plante eine Bahn vom Inntal über Achensee nach Tegernsee.

Im Jahre 1927 wurde vom Gasthofbesitzer Max Bachmair eine „Wallberggesellschaft“ gegründet. Es war eine Großkabinenbahn-Pendelbahn auf den Wallberg mit einer Beförderungskapazität von 200 Personen pro Stunde geplant. Das Projekt scheiterte am fehlenden Kapital. Erst nach dem Krieg, im Frühjahr 1950, konstituierte sich ein „Wallberg-Gründungsausschuß“. In einer Rekordzeit von neun Monaten wurde die Bahn fertiggestellt.

Bereits 1970 bekam die Gemeinde Gmund von der Seilbahnbau GmbH ein Angebot, eine Seilbahn auf die Neureuth zu erstellen. Es sollten 20 Stützen mit einer Höhe von 7,10 m werden. Abstände der Gehänge 28,80 m, horizontale Länge 1710 m, Höhenunterschied 460 m. Der Kostenpreis lag bei 1 380 000 DM. Eine Betriebsaufnahme war für die Wintersaison 1970-71 geplant. Im Kostenvoranschlag nicht inbegriffen war die Ausholzung der Trasse, das Erstellen der Parkplätze und die Stromanschlusskosten.

Es sollte wie bereits 1948 bei der Planung bleiben, genauso wie eine Seilbahn auf den Hirschberg. Ein Modell dazu stand lange im Rathaus in Kreuth.

All diese Pläne scheiterten am Geld und verschiedenen anderen Widerständen. So bleibt die Wallbergbahn das einzige Beförderungsmittel auf einen Berg rund um den Tegernsee.

 

Beni Eisenburg

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