Die ersten Liederbogen des Wastl Fanderl

Liederbogen von Wastl Fanderl Wastl Fanderl, dessen 100. Geburtstag heuer 2015 an vielen Orten musikalisch gefeiert wird, hat sich viele Verdienste erworben. Er hat die Volksmusik und das Volkslied einer breiten Bevölkerung durch seine Singwochen, seine BR-Sendung „A weni kurz a weni lang“ und durch die beliebte Fernsehsendung „Baierisches Bilder- und Notenbüchl“, nahegebracht. Ein besonderes Anliegen war ihm das Volkslied! Bald nach dem Krieg, 1949, hat er wieder mit den Singwochen begonnen (in Bergen).

Der Kraxentrager, Liederbogen von Wastl Fanderl
Reproduktionen: Archiv Beni Eisenburg

Vorher, 1947, gründete er schon das „Bairische Liederstandl“, dazu schreibt er 1947 in Grassau: „Wir haben die Idee der ‚fliegenden Blätter‘ aufgegriffen und versuchen in Anlehnung an die alte Art die Liederbogen neu ins Landvolk zu bringen. Im Laufe der letzten Generationen hat viel aufgekommenes ‚Neumodisches‘ den überlieferten, klingenden Schatz zugedeckt. Unsere Aufgabe soll sein, unter Ausnutzung moderner Hilfsmittel, dieses Volksgut wieder frei zu machen und zu neuem Leben zu erwecken. Alle, die Sinn und Herz für die Heimat haben, sollen mittun.“

Almabtrieb - Liederbögen von Wast Fanderl Geboren wurde er am 20. Mai 1903 in München. Seine Eltern waren der Oberbriefträger Georg Sindel und seine Frau Amalie, geb. Schölderl. Im Januar 1944 zog Franz Sindel nach Rottach-Egern, aus dieser Zeit in Rottach-Egern gibt es noch reizende Trachtendarstellungen. Im November 1945 zog er von Rottach-Egern nach Ottobrunn und 1954 nach München in die Pienzenau-Straße. Es sind viele Buchillustrationen von ihm bekannt. Über seine berufliche Ausbildung konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Franz Sindel starb am 9. September 1970 im Krankenhaus Oberföhring.

Beni Eisenburg

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